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Firefox 32 – Das Senden von Informationen deaktivieren, für mehr Privatsphäre

1 1 1 1 1 Bewertung 4.50 (4 Stimmen)

Der Firefox verändert sich stetig, besonders auffällig sind natürlich Änderungen im Design und in den täglich genutzten Funktionen wie Tabs. Beispielsweise die Behebung von Fehlern oder Sicherheitslücken spürt man nicht sofort. Doch manche der neuen oder überarbeiteten Funktionen haben zur Folge, dass Daten an Partner wie Google gesendet werden, teilweise auch um zu funktionieren. In dieser Anleitung wird gezeigt, was Sie tun können, wenn Sie keine Daten senden möchten.

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Verhindern, dass URLs und Downloads an Google gesendet werden

In der Standart-Einstellung werden alle aufgerufenen Webadressen (URLs) an Google gesendet, um festzustellen, ob die Seite bereits als Betrugsseite oder als eine mit Malware infizierte Website bekannt ist. Mittlerweile wird dieses Prinzip auch auf Dateidownloads angewendet. Alle weiteren Informationen dazu finden Sie hier.

Wer diese Funktionen nicht nutzen möchte, geht wie folgt vor:

Um die Funktion zu deaktivieren, klickt man auf das Firefox Menü (oben rechts) und anschließend auf Einstellungen.

Firefox Menü

Jetzt erscheinen die Einstellungen. Dort muss nun der Punkt Sicherheit ausgewählt werden. Unter dem Punkt Sicherheit finden Sie die in der nachfolgenden Abbildung rot markierten Einstellungen.

„Website blockieren, wenn sie als attackierend gemeldet wurde“

„Website blockieren, wenn sie als Betrugsversuch gemeldet wurde“

Nehmen Sie jeweils den Haken aus der Checkbox.

Firefox - Website und Downloadprüfung deaktivieren

Wenn Sie „Sync“ verwenden, gehen Sie wie folgt vor:

Öffnen Sie die „geheimen Einstellungen von Firefox“, indem Sie „about:config“ in die Adresszeile tippen. Nachdem Sie mit „Enter“ bestätigt haben, wird die nachfolgende Meldung angezeigt, klicken Sie hier den Button „Ich werde vorsichtig sein, versprochen!“ an.

Firefox - Geheime Einstellungen

Tippen Sie nun in das Suchfeld das Wort „safebrowsing“, anschließend werden Ihnen alle Einstellungen angezeigt, in denen das Wort „safebrowsing“ enthalten ist. Der Standartwert für die 4 markierten Einstellungen ist „true“, stellen Sie die Einstellungen wie auf der Abbildung auf „false“. Das können Sie tun, indem Sie die einzelnen Einträge doppelt anklicken.

Firefox - alle Einstellungen zur Downloadprüfung und Websiteprüfung deaktivieren

Nun ist die Funktion „safebrowsing“ deaktiviert, Sie können das Fenster nun mit dem „X“ schließen, die Einstellungen bleiben erhalten.

Zwar kann die Funktion an sich die Sicherheit erhöhen, wenn Sie aktiv ist. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, dass die Datenbank noch keine ausreichenden Informationen über die besuchte Seite hat oder sogar veraltete Einträge enthält und somit eine eigentlich sichere Website nicht angesteuert werden kann bzw. eine eigentlich sichere Datei nicht herunter geladen werden kann. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, ob er die Einstellung aktiviert lässt oder deaktiviert.

Automatische Suche bei Google und Yahoo verhindern

In der Standart-Einstellung werden Wörter, die Sie in die Adressleiste eingeben und die noch keine Verknüpfung zu bereits besuchten Seiten haben, direkt als Suche gewertet. Firefox tippt also bildlich gesprochen die Wörter in die Google Suchmaschine (unter Linux oft auf Yahoo) ein, so dass direkt Treffer dazu angezeigt werden. Weitere Informationen zur Suche in der Adressleiste finden Sie hier.

Wer das nicht mag bzw. möchte, geht wie folgt vor:

Wie im Punkt zuvor müssen Sie wieder die „geheimen Einstellungen“ mit „about:config“ öffnen. Geben Sie in die Suche „keyword.enabled“ ein und setzen Sie den Wert mit einem Doppelklick von „true“ auf „false“.

Firefox - Automatische Suche in der Adressleiste abstellen

Nachdem Sie die Einstellung getroffen haben, wird zwar nicht mehr über die Suchmaschine gesucht, doch Firefox versucht jetzt immer die Domain zu erraten. Mehr dazu im nächsten Punkt.

Verhindern, dass Firefox Domains versucht zu erraten

Wenn die Einstellung „keyword.enabled“ deaktiviert wurde, versucht Firefox die richtige Domain anhand des in die Adressliste eingegebenen Wortes zu erraten, wenn keine Verknüpfung zu einer bereits besuchten Seite besteht. Dabei wird in der Standart-Einstellung vorweg (präfix) (www.) und hinterher (suffix) „.com“ geraten.

Wer die Funktion nicht mag oder abändern möchte, geht wie folgt vor:

Zuerst müssen wieder die „geheimen Einstellungen“ über „about:config“ aufgerufen werden. Geben Sie in das Suchfeld „browser.fixup.alternate“ ein. Um die Funktion zu deaktivieren ändern Sie bei „browser.fixup.alternate.enabled“ den Wert von „true“ auf „false“, mit einem Doppelklick.

Wenn Sie die Funktion „keyword.enabled“ und „browser.fixup.alternate.enabled“ deaktiviert haben, wird Ihnen in der Regel einfach eine Ladefehlerseite angezeigt, wenn Sie ein Wort in die Adresszeile eingeben. Natürlich nur, wenn es keine passenden bereits besuchten Seiten gibt, die mit dem Wort verknüpft sind.

Firefox - Websiteadresse erraten deaktivieren

Wer die Funktion gut findet, kann hier beispielsweise bei dem Eintrag „browser.fixup.alternate.suffix“ den Wert von „.com“ auf „.de“ ändern. Die Funktion zum erraten von Websites sollte aber mit Vorsicht genossen werden, denn die Chance aus versehen an eine infizierte Website zu geraten, ist hier ziemlich hoch und dies kann großen Schaden anrichten.

Verhindern, dass Websites bzw. Analysetools Ihren Besuch erfassen

Websitebetreiber nutzen sehr häufig Analysetools, um Informationen zu Besuchern zu sammeln, dies hilft ihnen dabei Ihre Seiten genauer auf den Besucher abzustimmen und überhaupt einen Überblick zu haben, wie viele Besucher täglich kommen. Wer nicht wünscht, dass seine Besuchsdaten gesammelt werden, geht wie folgt vor:

Gehen Sie in die Firefox Einstellungen, wie oben beschrieben. Wählen Sie den Punkt „Datenschutz“ aus und wählen Sie unter der Überschrift „Verfolgung von Nutzeraktivitäten“ den Punkt „Websites mitteilen, meine Aktivitäten nicht zu verfolgen.

Firefox - Nutzeraktivitäten nicht verfolgen

Diese Einstellung muss man allerdings als Bitte verstehen, nicht jede Website bzw. jeder Dienst hält sich an diese Bitte. Aber einige schon, daher lohnt es sich trotzdem die Option auszuwählen, wenn man etwas mehr Schutz der Privatsphäre sucht.

Die Datenübermittlung von Browserinformationen an Mozilla verhindern

Mozilla möchte natürlich auch gerne ein Paar Informationen haben. Wer dies verhindern möchte, öffnet das Menü und klickt auf Einstellungen. Dort gibt es den Menüpunkt „Erweitert“, wählen Sie nun den Reiter „Datenübermittlung“ aus und wählen Sie die Checkboxen „Firefox-Statusbericht“ sowie „Absturzmelder aktivieren“ ab.

Firefox - Daten an Firefox senden unterbinden

Tipp für alle, die zu häufige Änderungen nervig finden:

Wer es nervig findet, dass sich die Bedienung und die Optik von Firefox zu häufig ändert, kann es einmal mit der Firefox esr Version versuchen. Die esr Version wird 1 Jahr lang unterstützt und bekommt lediglich Sicherheitsupdates, keine Designänderungen oder ähnliches.

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Kommentare: (1)

Nobody
02.01.2015, 12:10 Uhr
Vielen Dank für die ausführlichen Sicherheitsinformationen.
Freundliche Grüße

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